Die meisten nehmen an, dass es einen Scanner braucht. Braucht es nicht. Hier steht, was zwischen dem Foto, das du schickst, und der Figur, die ankommt, wirklich passiert — einschließlich der Stellen, an denen es schiefgeht.
1 · Das Foto
Alles beginnt mit zwei oder drei Fotografien. Kein Scan, kein Termin, kein Studio — und genau deshalb kann eine so entstandene Figur für die abgebildete Person noch eine Überraschung sein.
Was funktioniert: ein scharfes Handyfoto bei Tageslicht, Gesicht klar erkennbar, aus etwa Brusthöhe aufgenommen. Was nicht funktioniert: ein Gruppenfoto aus fünf Metern Entfernung, starkes Gegenlicht oder ein Gesicht, das halb hinter einer Sonnenbrille verschwindet. Dazu gibt es einen eigenen Leitfaden: was ein gutes Referenzfoto ausmacht.
2 · Das Modell
Die Figur wird von Hand in 3D nach deiner Vorlage modelliert. Gesicht, Haltung, Kleidung. Hier steckt die meiste Zeit — nicht im Druck. Stoff ist der schwierigste Teil: Falten existieren in einem Foto nicht so, wie sie in Wirklichkeit existieren, sie müssen also erschlossen und dann modelliert werden.
3 · Die Vorschau
Bevor irgendetwas den Drucker berührt, bekommst du eine drehbare 3D-Vorschau im Browser. Dreh sie herum, sieh sie dir von allen Seiten an, lass dir Zeit. Drei Änderungsrunden sind enthalten — die Pose, der Gesichtsausdruck, ein Detail an der Kleidung.
Dieser Schritt ist auch der Grund, warum eine personalisierte Figur kein Widerrufsrecht braucht: Du hast bereits genau gesehen, was du bekommst.
4 · Der Druck
SLA-Harz mit 0,025 mm Schichtdicke. Alles über 30 cm wird in mehreren Teilen gedruckt und danach zusammengefügt, die Naht geschliffen und gefüllt, bis sie unter der Farbe verschwindet.
5 · Die Handarbeit
Stützen entfernt, Oberfläche geschliffen, grundiert, dann bemalt. Eine vollständige Figur bedeutet rund sechzehn Stunden an der Werkbank. Das ist der Teil, der sich nicht automatisieren lässt, und der Grund, warum der Preis ist, wie er ist.
6 · Was schiefgehen kann
Ehrlich gesagt: Ähnlichkeiten von Kindern sind schwieriger als die von Erwachsenen, weil kleine Gesichter ihren Charakter in sehr feinen Proportionen tragen. Brillen spiegeln. Sehr dunkles Haar vor dunklem Hintergrund verliert seine Silhouette. Nichts davon ist ein Ausschlusskriterium — es bedeutet nur mehr Korrekturrunden, und genau dafür sind die drei enthaltenen da.



