Was ein gutes Referenzfoto ausmacht
Die Ähnlichkeit entscheidet sich, bevor die Modellierung beginnt. Ein gutes Handyfoto schlägt ein schlechtes Profiporträt — und ein paar Dinge lassen sich hinterher wirklich nicht mehr retten.
Leute entschuldigen sich für ihre Fotos weit mehr, als nötig wäre. Fast niemand hat Studioporträts von der Person, die eine Figur werden soll, und das ist in Ordnung — die Bilder, die funktionieren, sind ganz gewöhnliche. Worauf es ankommt, ist enger gefasst, als die meisten erwarten.
Die kurze Fassung
- Tageslicht, indirekt. In Fensternähe, nicht in der Sonne.
- Gesicht scharf und unverdeckt, füllt einen guten Teil des Bildes.
- Aus etwa Brusthöhe aufgenommen, Kamera auf Augenhöhe mit dem Gesicht.
- Zwei oder drei Fotos: frontal, Dreiviertel und eines ganzkörper für die Proportionen.
- Ein zusätzliches Foto der gewünschten Kleidung, auch wenn es von einem anderen Tag ist.
Wenn du das hast, hör auf zu lesen und schick sie.
Licht
Weiches, gleichmäßiges Tageslicht ist das ganze Spiel. Ein paar Meter innerhalb eines Fensters an einem bedeckten Tag zu stehen ergibt fast perfektes Licht: Es legt sich um das Gesicht und zeigt die Form der Nase, der Wangenknochen, des Kinns.
Was nicht funktioniert:
- Direkte Sonne. Harte Schatten schnitzen Züge hinein, die es nicht gibt, und verstecken die, die es gibt. Zusammengekniffene Augen verändern das ganze Gesicht.
- Gegenlicht. Ein Fenster oder heller Himmel hinter der Person macht das Gesicht zu einer dunklen Fläche. Das ist das häufigste unbrauchbare Foto.
- Direkter Blitz. Er flacht alles ab. Ein frontal angeblitztes Gesicht hat keine sichtbare Struktur — und genau die muss modelliert werden.
- Nur Deckenlicht. Schatten unter Braue und Kinn, dazwischen nichts.
Abstand und Brennweite
Handykameras übertreiben, was am nächsten ist. Ein Selfie auf Armlänge vergrößert die Nase und verkleinert die Ohren — das ist Optik, nicht Eitelkeit, und der Grund, warum die meisten ihre eigenen Selfies nicht mögen.
Lass jemand anderen das Bild aus etwa zwei Metern aufnehmen und leicht heranzoomen, oder nutze das längere Objektiv, falls das Handy eines hat. Das Gesicht sollte trotzdem einen ordentlichen Teil des Bildes füllen; eine Person, die auf einem Gruppenfoto fünf Meter entfernt steht, hinterlässt zu wenige Bildpunkte, egal wie gut die Kamera ist.
Winkel
Kamera auf derselben Höhe wie das Gesicht. Von oben fotografiert wächst die Stirn und der Kiefer verschwindet; von unten das Gegenteil. Beide Verzerrungen sind schwer rückgängig zu machen, weil sich nicht wissen lässt, wie viel vom Gesehenen die Person ist und wie viel der Winkel.
Am besten schickst du zwei: eines frontal, eines im Dreiviertelprofil — Kopf etwa 45 Grad gedreht. Die Frontalansicht liefert Symmetrie und Proportion, die Dreiviertelansicht das Profil der Nase und die Tiefe des Gesichts. Zusammen klären sie fast alles.
Ein scharfes, langweiliges, schlecht komponiertes Foto bei flachem Tageslicht ist mehr wert als ein schönes mit dem Gesicht im Schatten.
Gesichtsausdruck
Wähle den Ausdruck, den du tatsächlich behalten willst, denn er wird der dauerhafte sein. Ein breites Lachen mit offenem Mund ist im Figurenmaßstab schwierig und wirkt in Harz oft seltsam; ein geschlossenes oder leichtes Lächeln übersteht die Übersetzung deutlich besser.
Wichtiger noch: Nimm ein Foto, auf dem die Person für dich wie sie selbst aussieht. Familien wissen meist sofort, welches Bild jemand „ist“. Dieser Instinkt ist hier verlässlicher als jedes technische Kriterium.
Haare, Brillen, Hüte
Haare müssen in ihrem Umriss sichtbar sein — ein Foto vor einem unruhigen Hintergrund in derselben Farbe wie das Haar macht die Silhouette zur Vermutung. Wenn die Haare üblicherweise hochgesteckt oder offen getragen werden, schick sie so, wie sie an der Figur sein sollen.
Brillen sind kein Problem und lassen sich modellieren, aber schick nach Möglichkeit mindestens ein Foto ohne, oder eine zweite Perspektive: Starke Spiegelungen verdecken die Form der Augen darunter.
Hüte und Helme sind willkommen — sie müssen nur auf den Fotos sein, weil sie die ganze Kopfform verändern.
Kleidung und die Ganzkörperaufnahme
Ein reines Kopffoto überlässt den Körper der Erfindung. Ein Ganzkörperbild, von vorn aus normalem Abstand aufgenommen, klärt die Proportionen: Größe, Statur, Haltung, die Länge des Mantels.
Es muss nicht vom selben Tag oder vom selben Outfit sein. Wenn die Figur eine bestimmte Jacke, eine Uniform, ein Hochzeitskleid oder ein Trikot tragen soll, schick ein Foto des Kleidungsstücks — von irgendjemandem getragen oder flach ausgelegt. Details wie ein Abzeichen, eine Stickerei oder ein besonderer Kragen brauchen ihre eigene Nahaufnahme.
Was sich beheben lässt und was nicht
| Lässt sich handhaben | Lässt sich nicht retten |
|---|---|
| Unruhiger Hintergrund, andere Personen im Bild | Gesicht im Schatten oder weiß ausgefressen |
| Leicht warmer oder kühler Farbstich | Bewegungsunschärfe oder ein unscharfes Gesicht |
| Ein anderes Outfit von einem zweiten Foto | Gesicht zu klein im Bild — es existiert kein Detail |
| Pose oder Frisur ändern | Sonnenbrille auf wirklich jedem Foto |
| Alte Fotos, Filmscans, leicht körnig | Nur ein Foto, von oben, auf Armlänge |
Alte und unersetzliche Fotos
Erinnerungsstücke kommen oft mit einer einzigen Fotografie und ohne die Möglichkeit einer zweiten. Schick sie trotzdem. Ein körniger, verblasster, kleiner Abzug kann immer noch genug tragen — schick den besten Scan oder das schärfste Handyfoto des Abzugs, das du hinbekommst, flach und gleichmäßig ausgeleuchtet, ohne Blitz. Wo Informationen wirklich fehlen, fragen wir nach, statt zu raten, und du siehst es in der Vorschau, bevor etwas gedruckt wird.
Das Senden
Schick die Originale, keine Screenshots und keine in einen Chat eingefügten Bilder — Messenger komprimieren stark, und die Komprimierung entfernt genau das feine Detail, auf das es ankommt. Direkt aus der Handygalerie ist am besten.
Du kannst Fotos direkt an das Bestellformular anhängen, und nichts wird gedruckt, bevor du die 3D-Vorschau gesehen und freigegeben hast. Fotos werden ausschließlich für deine Figur verwendet und 90 Tage nach der Lieferung gelöscht.
Weiterlesen: Vom Foto zur 3D-Figur, oder starte eine Sonderanfertigung.



